Umzug

Nach 10 Jahren Saxstudio über den Dächern der Stadt, verlangt es langsam nach einem Tapetenwechsel.
Was die Zukunft bringt? Wer weiß es schon. Da die Gerüchteküche um den Abriss „Koe25“ deftig brodelt, schien es mir unnötig für den Bagger noch einmal die Wände zu streichen. Somit hab ich die Chance für einen Umzug genutzt. Nach all diesen Jahren werde ich die Aussicht und die Sonnenuntergänge wohl am meisten vermissen, die sommerlichen Temperaturen allerdings am wenigsten. Ach, ihr habt so einen Sonnenuntergang im Saxstudio noch nie gesehen? Kein Problem.
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Der Raum 616 hat natürlich eine Menge zu erzählen. Für unzählige Prüfungen der benachbarten Hochschule für Musik habe ich hier geübt und zum Schluss mein Diplom vorbereitet. Es gingen in 10Jahren viele Kollegen ein und aus. Um zu proben, Musik zu machen, auf einen Kaffee zu bleiben oder ein Gespräch. Außerdem haben wir uns die Studentennächte zur Aufnahme einer Platte um die Ohren geschlagen. Zu guter Letzt bleiben die unzähligen Schüler, welche hier ihre ersten Schritte und Töne auf dem Saxophon und der Klarinette gemacht haben, nicht unerwähnt. Ich könnte jetzt noch eine zeitlang so weitererzählen, doch ich zeig euch lieber was die Zukunft bringt.

Der Umzug führt mich auf die andere Elbseite in die „Grünen Villa“ hinter dem Neustädter Bahnhof. Dort bin ich ab sofort Teil der Künstlervereinigung Blaue Fabrik. Momentan ist es noch mehr Baustelle als Kreativraum, aber ab August sieht die Sache dann ganz anders aus. Lasst euch überraschen.
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Veröffentlicht22. Juni 2016 von lessig in Kategorie "Allgemein